Besinnung 95 - Markus 7,32-37

Alois Hüging MSF

Die Heilung des Taubstummen

„Danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden“ (Mk 7,34-35).

      Wir dürfen fragen: Wie kam es zur Heilung des Taubstummen? Sicher hatten Menschen in der Umgebung des Behinderten Mitleid. Verwandte, Freunde und Nachbarn sahen, wie der Mann vom Leben in der Gesellschaft abgeschnitten war. Als sie erfuhren, dass Jesus aus Nazareth in der Nähe war, brachten sie ihn zu Jesus. Sie glaubten, Jesus werde sicher helfen und das Schicksal des Taubstummen lindern.

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Besinnung 94 - Johannes 6,29-35

Alois Hüging MSF

Jesus ist das Brot des Lebens

 „Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben“ (Joh 6,35).

Viele Leute waren begeistert von Jesus. Nach einer langen Unterweisung hatte er ihnen Brot zu essen gegeben. Deswegen suchten sie ihn. Jesus sagte ihnen, dass sie ihn nicht gesucht hätten, weil sie das Zeichen der Brotvermehrung verstanden hätten. Ihr Motiv, ihn wiederzufinden, war sehr irdisch. Da sie aber von Jesus beeindruckt waren, fragten sie ihn: „Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen“. Die Antwort Jesu lautete: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“.

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Besinnung 92 Offenbarung 1,5-8

Alois Hüging MSF

Gott liebt uns

„Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen“ (Offb 1,5-6).

      Bevor Johannes von seiner überwältigenden Vision auf der Insel Patmos berichtet, weist er auf einige wichtige Aspekte im Heilswirken Gottes hin. Zunächst erwähnt er die Liebe Christi zu uns. „Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut“ (Offb 1,5). Johannes spricht in der Gegenwart, weil Christus uns dauernd liebt, von Ewigkeit bis in alle Ewigkeit. Was Christus in seiner Liebe für uns getan hat, sagt Johannes in der Vergangenheit. Christus hat uns erlöst durch sein Blut. Dieses Heilswirken ist wie ein Spalt im Geheimnis Gottes, durch das ein Strahl des göttlichen Lichtes, nämlich der göttlichen Liebe, zu uns gelangt. Dann berichtet Johannes weiter, dass Christus uns zu Königen und zu Priestern vor Gott, seinem Vater, gemacht hat.

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Besinnung 91- Johannes 6,41-50

Alois Hüging MSF

 Jesus das Brot vom Himmel

 „Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen“ (Joh 6,41-42)?

 

      Viele Juden empörten sich über Jesus. Er hatte gesagt: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“. Diese Aussage ging den Zuhörern zu weit. Sie wussten doch, woher Jesus kam. Sie kannten Josef seinen Vater, seine Mutter und die übrigen Verwandten. Wie konnte er sagen, dass er „vom Himmel gekommen“ war. Das konnten sie nicht glauben. Jesus entgegnete ihnen kurz und schlicht: „Murrt nicht!“ Er gibt keine weitere Erklärung.
      Jesus wurde vom himmlischen Vater in diese Welt gesandt. An ihn glauben kann nur, wenn der Vater, der ihn gesandt hat, die Menschen zum Glauben führt (vgl. Joh 6,44). Jesus rührt hier an ein schwieriges Geheimnis. Gott sandte seinen Sohn in diese Welt, um allen Menschen den Zugang zum ewigen Leben zu ermöglichen. Obwohl er alle Menschen meint und liebt, offenbart er sich nicht allen in gleicher Weise. Warum Gott das tut, wissen wir nicht. Schon durch den Propheten Jesaja ließ er uns sagen: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“ (vgl. Jesaja 55,8). Jesus belässt es bei dem kurzen Wort: „Murrt nicht!“

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Besinnung 90 - Markus 10,33-45

Alois Hüging MSF

„Wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45).

Die Heilung eines Blinden bei Jericho: 10,46-52

       Jesus näherte sich der Stadt Jerusalem. Da sagte er seinen Jüngern, dass der Menschensohn den Hohepriestern ausgeliefert und schliesslich getötet werde. Jesus hatte bereits zweimal zuvor von seinem bevorstehenden Leiden gesprochen. In seiner inneren Not und in der Angst vor dem, was ihn in Jerusalem erwartete, sprach er darüber zu seinen Jüngern. Sicher wollte er auf seinem schweren Gang nach Jerusalem Freunde um sich haben, die mitfühlten. Das war ihm nicht vergönnt. Jesus hatte gerade von seinem Leiden gesprochen, und unmittelbar danach kamen zwei Apostel zu ihm mit einer Bitte. Sie wollten im künftigen Reich Gottes links und rechts neben ihm sitzen. Kein Wort zu der gerade gehörten Leidensvorhersage! Es ging den beiden Aposteln um ihren persönlichen Vorteil. Hatten die beiden Apostel überhaupt nicht zugehört? War es Egoismus oder Verblendung? Möglicherweise lebten die Apostel wie viele Leute in Israel in der Vorstellung, der Messias werde als geistlicher und politischer Führer ein grossartiges Reich mit viel Ruhm und Ehre für Israel errichten. Johannes und Jakobus träumten bereits von ihrer Sonderstellung in diesem Reich

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